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Diamanten reflektieren - Part XIII - Anne

Part 13 unserer Interviewreihe #diamantenreflektieren befasst sich wieder mit der Saison aus Sicht des Coaches. Anne steht uns Rede und Antwort. Die leidenschaftliche Zahnärztin verdient ihr Geld damit, dass sie Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch basketballerisch hat sie viel zu bieten. Sie ist der erfahrenste Bestandteil des Teams. Bevor die ein oder andere Spielerin überhaupt ihre Kindegartenkarriere durchlaufen hatte, stand Anne bereits an der Seitenlinie im Völklinger Warndtgymnasium. Auch in der Bundesliga war sie bereits als Assistenztrainer aktiv. In der vergangenen Saison musste sie gezwungenermaßen sogar ihr Debüt als Bundesligaheadcoach feiern, das 13 Minuten andauerte. Wir freuen uns auf ihr Interview.


Was waren deine Erwartungen an die Saison? Vor was hattest du Angst?

Wir sind gerade aus einer guten ersten Saison aus der Regionalliga gekommen und haben uns dort recht schnell an das Niveau angepasst und wirklich gut mitgespielt. Wir haben hier zwar auch eine Weile gebraucht, um uns anzupassen, haben das aber schnell hinbekommen. Von daher war die Erwartung ganz klar, dass wir es hoffentlich, natürlich mit etwas Verstärkung und auch wieder mehr Erfahrung in den eigenen Reihen, genauso schnell schaffen in der nächsthöheren Liga anzukommen und uns an das Niveau anzupassen. Vor allem aber war mir wichtig, trotz des Schritts mehr Richtung professionellem Basketball, den Spaß dabei nie zu verlieren, auch wenn die ein oder andere harte Niederlage natürlich auf uns zukommen würde... Damit kann ich dann auch den zweiten Teil der Frage beantworten – was waren meine Ängste vor der Saison? Natürlich, dass der Schritt vielleicht etwas zu früh für uns und vor allem das sehr junge Team sein wird. Dass uns eventuell noch eine weitere Saison in der Regionalliga guttun würde, um Basics noch mehr zu implementieren und sowohl individuell als auch als Team in der tieferen Liga besser reifen zu können... Aber da war nun mal eine Chance, die man ergreifen musste. Wer weiß, wann wir sie wieder bekommen würden! Ich denke das Team hat sowohl uns Coaches als auch den Fans und dem gesamten Umfeld gezeigt, dass meine/unsere Ängste wohl unbegründet waren! Das war wirklich eine großartige Leistung von euch allen in der Debütsaison in der 2.DBBL.

Was war dein schönster / schlimmster Moment der vergangenen Saison?

Die Frage der Fragen, die glaube ich wirklich jede von uns ähnlich beantwortet hat, und ich stimme euch allen zu! Jeder Sieg war phänomenal und wir haben jeden Sieg gebührend gefeiert und uns über jeden gefreut. Deswegen will ich die Frage etwas anders beantworten als ihr, obwohl ich es genauso sehe wie ihr... Aus Coach-Sicht sind die schönsten Momente eigentlich immer diejenigen, in denen wir erkennen, dass all die harte Arbeit in den Trainings sich auszahlt und das, was wir in unseren Köpfen haben auch genauso auf den Court kommt... Wenn das Abschlusstraining freitags vor einem wichtigen Spiel zum Haare raufen für uns Coaches war – ja das waren schon mal die nicht so schönen Momente-, und es die Mädels am Wochenende dann doch auf einmal genau das schaffen, was im Training einfach nicht klappen wollte! Die Entwicklung von der Trainingswoche zum Wochenende aber auch die Entwicklung während der gesamten Saison zu sehen, all das sind für mich die besten Momente gewesen...Und wenn das Spiel dann kurz vor Anpfiff war, der Ref den Ball genommen hat, aufs Spielfeld gelaufen ist und ich zwischen meinen Jungs Rouven und Ali gesessen habe mit den Worten „Los, lasst uns ein gutes Basketballspiel anschauen!“, da waren wir eigentlich immer happy und in freudiger Erwartungen mit was uns unsere Mädels heute überraschen werden... 😊

Worin siehst du das größte Verbesserungspotential?

Ganz klar darin, dass wir noch ziemlich jung sind und da noch in allen Bereichen viel Potential nach oben ist. Wir haben gezeigt, dass wir durch Athletik und Kampfgeist ganz viel gute Akzente in der Defense setzen konnten und es unseren Gegnern zumindest da echt schwer machen können. Aber in der Offense waren wir meiner Meinung nach noch zu zögerlich und hatten zu oft noch Respekt vor dem Gegner und der Liga. Aber all das ist auch für eine Debütsaison normal und deshalb freue ich mich, dass wir es geschafft haben die Liga zu halten und in der nächsten Saison mit allem was wir gelernt haben, anzugreifen.

Worin siehst du die größten Stärken unseres Projekts?

Was mir am besten gefällt ist die Tatsache, dass wir fast ausschließlich mit regionalen Spielerinnen arbeiten. Einige habe ich vor 10 Jahren schon trainiert und gecoacht! Obwohl wir anstreben professionell zu agieren, ist es eben doch ein Hobby für alle und wir kommen in die Halle, weil wir eben einfach Freude am Spiel haben. Nicht nur in einem Frauenteam, aber eben gerade da, darf der Spaß nie fehlen und ich glaube darin liegt unsere größte Stärke. Genau daher kommt auch der unbändige Kampfgeist, dass wir eben alle für einander arbeiten, laufen und unser Spiel spielen...

Wirst du auch kommende Saison als Coach weiter mit an Bord sein?

Soweit meine beruflichen Verpflichtungen es zulassen werde ich in ähnlichem Ausmaß wie in den beiden vergangenen Spielzeiten versuchen die Diamonds zu unterstützen. Also mit einem kleinen Fragezeichen versehen, na klar!!!

Beschreibe die Diamonds mit nur einem Satz!

Eine wahnsinnig gute Truppe, die uns alle auch nächste Saison wieder überraschen wird mit ihrem Kampfgeist und dem Spaß am Basketball!



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